Dichtestress

Kandy – Nuwara Eliya

Wo es Wasser hat, hat es regelmässig auch Moskitos. Kandy (Lake) war da keine Ausnahme. Pro: Unser Zimmer verfügte über ein Moskitonetz, das wir natürlich sogleich über unser Bett spannten. Contra: Wie wir in der Nacht merkten, hatte das Netz so viele Löcher, dass selbst der dümmste Moskito irgendwann einen Eingang fand. So versammelten sich – und ich wünschte, ich könnte übertreiben – rund ein Duzend Mosiktos IN unserem Netz und genossen ein regelrechtes Festmahl. Normalerweise bin ich für Jon ja der effektivste Mückenschutz überhaupt, doch dieses Mal hatte auch er keine Chance.

Entsprechend ausgeruht machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Bahnhof. Bereits von Zuhause aus hatten wir versucht, für die beliebteste Strecke Sri Lankas (Kandy – Ella) Plätze zu reservieren. Die Strecke war aber bis am 7. Januar ausgebucht und das wohl bereits schon seit Monaten. Also blieb uns nichts anderes übrig, unser Glück in einem nicht reservierbaren Abteil (unreserved seats) zu versuchen. Dabei hielten wir uns für besonders schlau und fuhren extra mit dem Tuktuk aus der Stadt heraus nach Peradeniya Junction, damit wir eine Haltestelle vor Kandy einsteigen und uns einen Sitzplatz schnappen konnten. Der Plan war super, nur hatten ihn 1. ziemlich viele andere auch und 2. war der Zug bereits in Peradeniya so voll, dass die Leute teilweise zu viert aus den offenen Türen hingen. Man gab uns dann den Tipp, an der Junction zu warten, da der Zug in Kandy nur drehte und dort ganz sicher gaanz viele Leute aussteigen würden. Als der Zug nach einer Ewigkeit wieder in den Bahnhof einfuhr, war er zwar nicht mehr ganz so voll und wir hätten locker noch Platz gehabt, nur wollten die Personen jetzt nicht mehr aufschliessen, da sie sonst ihre (klimatisierten) Plätze bei den Türen verloren hätten. Der Zug fuhr also ohne uns ab.

Zusammen mit sechs anderen Touris teilten wir uns dann einen bereits sehr in die Jahre gekommenen Minibus, dessen Fahrer natürlich ganz rein zufällig gerade auch am Bahnhof wartete. Schade, aber was solls. Bequemer war es allemal und als Zwischenstopp gabs sogar noch eine gratis Führung durch eine Teefabrik.

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