Wir mögen Züge. Immernoch.

Irgendwie scheinen wir uns unbewusst darauf spezialisiert zu haben, uns auf Reisen immer Aktivitäten zu unmöglichen Zeiten auszusuchen. Dieser Tag war keine Ausnahme, denn bereits um 4.30 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem kleinen Schock beim Bezahlen der Hotelrechnung (dass die Steuern nicht inbegriffen sind, ist ja okay, aber müssen das gleich 30% sein?) schnappten wir uns ein Tuk-Tuk und fuhren zur Colombo Fort Station. Wider Erwarten war dort nicht wirklich etwas los und so waren wir in Schweizer Manier wieder einmal viel zu früh dran. So genossen wir erst einmal ein ausgewogenes Frühstück bestehend aus Nescafe (die 3 in 1 Variante mit extra viel Zucker, extra viel Milchpulver und Spuren von Kaffee), einer Cola Zero (Annina) und einem Teigdreieck gefüllt mit – sagen wir mal – Curry (Jon).

Die kommenden sieben Stunden verbrachten wir mit ein paar wenigen Touristen und ganz vielen Einheimischen im Zug 6011 nach Polo(nnaruwa). Die Zugfahrt war ein absolutes Highlight. Nicht nur wegen der eindrucksvollen Landschaft, sondern insbesondere auch wegen der vielen Händler, die in regelmässigen Abständen in unser Abteil kamen. Jon gönnte sich nach seinem Dreieck noch zwei Teigstangen mit undefinierbarem Inhalt und ein Roti extra spicy. Daneben waren verschiedene Früchte, Nüsse, Popcorn, Maiskolben, Zuckerwatte, allerhand Frittiertes, Lottoscheine, Malbücher und eine Art „Nicer Dicer“ für die clevere Hausfrau im Angebot. Unsere Sitznachbarin durfte von Letzerem gleich zwei kaufen, ich ging leider leer aus. 🙁

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