Morgens, halb 5 in Siem Reap

Heute quälten wir uns wieder einmal (viel zu) früh aus dem Bett, denn der Wecker läutete um 4.30am. Unser Plan war es, von der Tempelanlage aus den Sonnenaufgang zu bewundern. Da wir mit dieser Idee natürlich nicht alleine waren, tuk-tuckerten wir bald gemeinsam mit vielen anderen Schaulustigen nach Angkor Wat. Zum Glück ist gerade low season, so waren es anstatt der 500 Frühaufsteher nur etwa um die 200 und wir hatten so die Möglichkeit, die Tempel ohne die lästigen Touristen vor der Linse zu fotografieren (jede Kamera sollte mit einem „Touristen-Entferner-Modus“ ausgestattet sein!).

Naja, es ist noch zu erwähnen, dass das mit dem Sonnenaufgang nicht so ganz hingehauen hat, es war nämlich bewölkt. Das frühe Aufstehen war aber trotzdem nicht ganz umsonst, denn es war noch angenehm kühl. Wir nahmen uns die wichtigsten Tempel der Reihe nach vor und schreckten auch vor den wildesten (okay, zumindest sehr steilen) Kletterpartien nicht zurück. Einmal oben angekommen, war die Aussicht atemberaubend und wir konnten über diese von Menschenhand geschaffenen Wunderwerke nur staunen. Das Ganze hat etwas Mystisches an sich, das man irgendwie nicht beschreiben kann. So wie die Halong Bay in Vietnam sind die Tempel von Angkor einfach ein absolutes Muss für zukünftige Cambodia-Reisende.

Nach 6 Stunden Tempel klettern, äh besichtigen, hatten wir dann aber auch genug. So war es uns auch gerade recht, als uns unser Fahrer schon zurück nach Siem Reap brachte. Eigentlich hatten wir ihn ja für den ganzen Tag bezahlt, aber „the whole day“ war wohl gleichbedeutend mit der kleinen Tour (5-7h) – asiatische Berechnung. So hatten wir noch den ganzen Nachmittag Zeit, Siem Reap zu erkunden und uns das Landminenmuseum und das Kinderspital von Beat Richner anzuschauen. Wegen akuten Schlafmangels wurde daraus aber nichts, wir schafften es gerade mal zum Mittagessen und auf den Markt (der bei uns um die Ecke liegt). Zu Mittag gabs übrigens indisch (für einmal nicht fried rice oder noodles mit beef) und obwohl ich das Chicken Korma hatte, war es Joni, der danach direkt ins Koma fiel (Insider!).

Heute Abend treffen wir uns nochmals mit den beiden Engländern, mit denen wir schon in Phnom Penh unterwegs gewesen sind und morgen gehts dann weiter nach Bangkok. Uns erwarten 160km (=6h) bis zur Grenze und 300km (3h) bis nach Bangkok. *freu*

Jul 31, 2008 05:03                                                               Cambodia                                                Angkor Wat

 

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